Hämorrhoiden Operation

Hämorrhoiden sind oft die Ursache sehr starker Komplikationen. Die Beschwerden zu behandeln, reicht dann oft gar nicht mehr aus. Genau dann muss eine Hämorrhoiden OP durchgeführt werden, um das überflüssige Gewebe zu entfernen. 

Wie wir wissen sind Hämorrhoiden Gefäßpolster in der Nähe unseres Afters, diese sind extrem gut durchblutet. Werden diese vergrößert, treten unvorteilhafte Effekte auf. Sind diese nicht mehr auszuhalten, muss abgewogen werden welche Hämorrhoiden OP die Richtige ist. Das hängt natürlich sehr stark von der Art der Beschwerden ab. Es gibt verschiedene Hämorrhoiden OP(s), die durchgeführt werden können. Alle haben natürlich Vor- und auch Nachteile, und unterschiedliche Nebenwirkungen. Welche Methode gewählt wird, liegt meistens an dem Stadium, in dem sich die Hämorrhoiden befinden. Schauen wir uns einmal die Hämorrhoiden OP Varianten genauer an.

Verödungstherapie

Bei Hämorrhoiden 1. Und 2. Grades ist die oben genannte Verödungstherapie eine geeignete Hämorrhoiden OP. Hier wird ein Proktoskop in den After gesteckt womit der Arzt herein leuchten kann. So kann die Analschleimhaut angesehen werden. Durch die Hilfe des Proktoskops können Flüssigkeiten mit speziellen Wirkstoffen gespritzt werden. Diese Wirkstoffe sind zum Beispiel, Polidocanol oder auch Zinkclorid. Dadurch sollen Blutgefäße verödet werden, das hilft um die Durchblutung der Hämorrhoiden zu stoppen und sie zum schrumpfen bewegt. Normalerweise sind mehr als nur ein Eingriff Pflicht, um die zu großen Hämorrhoiden korrekt zu behandeln. Diese Hämorrhoiden OP wird immer in Abständen von ein paar Wochen durchgeführt. Es ist vollkommen normal nach dem Eingriff, Blutungen oder leichte Schmerzen zu spüren. In seltenen Fällen können auch Schwellungen oder Infektionen vorkommen. Manchmal bildet sich auch ein Blutgerinnsel beim After, welches schmerzhaft ist.

Gummibandligatur

Bei Hämorrhoiden 2. Grades kommt eine Gummibandligatur als Hämorrhoiden OP infrage. In seltenen Fällen, wird es auch bei Hämorrhoiden 3. Grades angewendet, aber nur wenn die Hämorrhoiden noch vergleichsweise klein sind. Hier führt der Arzt wieder ein Proktoskop in den After ein. Dadurch kann ein winziger Gummiring mit wenigen Millimetern, über die Hämorrhoiden gestülpt werden. Der Ring sorgt nämlich dafür, dass die Durchblutung abgeschnürt wird. Dann stirbt das Gewebe nach ein paar Tagen ab. Keine Angst um den Gummiring, der wird einfach wieder mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Um alle Hämorrhoiden behandeln zu können, muss der Eingriff öfters wiederholt werden. Die Gummibandligatur hat anderen Hämorrhoiden OP(s) einiges voraus. Die Patienten hatten hier weniger Schmerzen und waren früher wieder Einsatzfähig. Nach dem Eingriff können Komplikationen wie Schmerzen, Blutungen oder Abszesse auftreten.

Entfernung

Bei einer Hämorrhoiden OP, werden größere Hämorrhoiden werden oft durch eine Schere, einem Skalpell oder einem Laser entfernt. Manchmal bleibt die Operationswunde nach der Behandlung geöffnet, manchmal wird sie vernäht. Dann wird entweder von einer „offenen“, „geschlossenen“ oder „halboffenen“ Operation gesprochen. Bei der halboffenen und offenen Technik, gibt es weniger Blutergüsse, dies ist auf die fehlende Naht zurückzuführen. Leider benötigt die Wunde aber länger, um vollständig zu heilen. Egal welche Hämorrhoiden OP genutzt wird, beinahe alle Patientinnen haben nach der Operation Schmerzen im Bereich des Anuses. Stuhlgang und auch Sitzen können zu einer enormen Qual werden. Hier hilft in der Regel dann nur ein Schmerzmittel. Nachblutungen, Wundinfekte, Abszesse, ein engerer Darmausgang und Stuhlinkontinenz können oft nach einer Hämorrhoiden OP vorkommen.

Stapler-Operation

Eine recht neue Hämorrhoiden OP ist die Stapler-Operation, diese wird meist bei Hämorrhoiden 3. Grades verwendet. Hier wird mit dem Gegenstand ein Stück des zu großen Hämorrhoiden-Gewebe entfernt. Das was übrig bleibt, wird dann wieder an die Analschleimhaut gesetzt, dies geschieht durch Klammern. Hier sollen angeblich nach der Operation weniger Schmerzen vorkommen, als bei Menschen die eine andere Hämorrhoiden OP gewählt haben. Desweiteren sollen sie sich schneller wieder in den ganz normalen Alltag integriert haben. Manchmal kamen Hämorrhoiden hier schneller wieder zurück, und das Ganze noch viel größer. Aber in den meisten Fällen ist diese Hämorrhoiden OP besser abgelaufen, als herkömmliche. 

Hausmittel

Falls du keine Operation möchtest, kannst du auch versuchen erst einmal mit Hausmitteln gegen Hämorrhoiden vorzugehen. Folgende Dinge kannst du probieren: Als erstes würde ich empfehlen ein Bad zunehmen. Füge dem Bad etwas Zinnkraut und auch Eichenrindentee hinzu, um das After zu beruhigen. Du kannst auch beide Stoffe in eine Kompresse aus Quark zu setzen und auf deinen After zu legen. Vermischt du Honig mit Salben aus Ringelblumen, kannst du die Stelle auch behandeln. Um einer Hämorrhoiden OP aus dem Weg zu gehen, kannst du auch deine Ernährung umstellen. Eine Ballaststoffarme Ernährung beugt Hämorrhoiden nämlich vor. Versuche desweiteren viel Wasser zu dir zu nehmen. Denn Wasser ist gut gegen Verstopfungen und kann helfen, dass sich Hämorrhoiden gar nicht erst entwickeln.

Zusammenfassung

Die Hämorrhoiden werden stationär und meist in Vollnarkose durchgeführt. Manchmal gibt es aber auch die Möglichkeit die Krankheit ambulant zu behandeln. Natürlich bestehen auch einige Risiken, dies ist bei operativen Eingriffen immer der Fall. Es können starke Blutungen und auch Schmerzen nach der Hämorrhoiden Operation auftreten. In raren Fällen kann der Analkanal eingeengt werden und sich Narbengewebe bilden. Wenn eine Hämorrhoiden OP zu lange verschoben wird, kann es vorkommen dass sich unsere Haut aufgrund der Entzündungen verändert. Wird sehr lange gewartet, gibt es einen sehr starken Blutverlust und permanente Schäden am Schließmuskel.

Wir haben uns ja verschiedene Hausmittel angesehen, die gegen Hämorrhoiden verwendet werden können. Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung dazu. Manchmal kommt es vor, dass nach der Hämorrhoiden OP wieder Hämorrhoidalbeschwerden auftreten. Hier sollte sofort mehr Bewegung gemacht werden, Gewicht verloren werden und viel getrunken werden. Ein weiterer Gold-Tipp ist sich ballaststoffreich zu ernähren. Es gibt ein extra Training für den Stuhlgang, wodurch man lernt zu starkes Pressen auf der Toilette zu verhindern. 

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