Was sind Hämorrhoiden? Unterschied zwischen inneren und äußeren Hämorrhoiden

Nicht nur die Frage „Was sind Hämorrhoiden?“, sondern auch, wodurch sie gefördert werden und welche Risikogruppen besonders dazu neigen, ist ein wichtiger Aspekt. Unzählige Menschen sind weltweit von Hämorrhoiden betroffen, aber kaum jemand spricht gerne darüber, weil es als äußerst peinlich empfunden wird – aber was sind Hämorrhoiden eigentlich? Hämorrhoiden sind aber nicht nur peinlich, sondern bereiten auch mit den fortschreitenden Stadien zunehmend Probleme und Schmerzen. Davon abgesehen, wenn Sie die Hämorrhoiden bis in die letzten Stadien fortschreiten lassen, ist eine Operation häufig der einzige Ausweg.

Das sind Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind ganz einfach Venen im unteren Teil des Anus, die bei jedem Menschen vorhanden sind und sogar eine wichtige Funktion bekleiden. Beschwerden bereiten die Hämorrhoiden erst, wenn sie angeschwollen sind und knotenförmige Ausstülpungen im Afterbereich bilden. In fortgeschrittenen Stadien treten die Hämorrhoiden dann aus dem Anus heraus. Je nachdem, in welchem Stadium sie sich befinden, zählen Anfangs Jucken und ein Gefühl, das der Anus angeschwollen ist zu den Hämorrhoiden-Symptomen und später bereiten sie zunehmend Schmerzen und bluten.

Innere und äußere Hämorrhoiden

Hämorrhoiden werden als innere oder als äußere Hämorrhoiden eingeordnet. Die äußeren Hämorrhoiden sind besser wahrnehmbar, da sie aus dem After heraustreten, während die inneren für den Laien schwieriger festzustellen sind. Innere und äußere Hämorrhoiden mögen in der Erscheinung variieren. Innere Hämorrhoiden bereiten zumindest im Anfangsstadium keine Schmerzen, da das betroffene Gewebe keine sensorischen Nerven hat. Allerdings, kommt es auf die Schwere des Zustandes an. Eines der häufigsten Symptome ist das Bluten, besonders beim Stuhlgang.

Typisch für Hämorrhoiden sind auch ein Jucken, Nässen und Irritationen in der After-Gegend. Hämorrhoiden können wirklich sehr schmerzhaft sein, viele Betroffene haben regelrecht Angst davor, zur Toilette zu gehen.

Hämorrhoiden – Die Schweregrade

  • Hämorrhoiden Grad 1 – In diesem Fall handelt es sich um innere Hämorrhoiden, bei denen keine Schmerzen auftreten, jedoch können sie von Zeit zu Zeit innere Blutungen verursachen. Dies geschieht vor allem nach dem Stuhlgang.
  • Hämorrhoiden Grad 2 – Die Hämorrhoiden 2. Grades sind dem vorherigen Grad sehr ähnlich, allerdings ragen die Hämorrhoiden in diesem Stadium bereits hervor. Das passiert normalerweise während des Stuhlgangs und die Hämorrhoiden ziehen sich danach automatisch wieder auf ihren Platz zurück.
  • Hämorrhoiden Grad 3 – diese Hämorrhoiden verhalten sich ähnlich, wie die 2. Grades, allerdings ziehen sich hierbei die Hämorrhoiden nicht von selbst wieder zurück, sondern müssen von Hand wieder zurück geschoben werden.
  • Hämorrhoiden Grad 4 – Dies ist das Stadium, das Sie sicherlich nicht erleben möchten, da hier die Hämorrhoiden dauerhaft hervortreten. In diesem Stadium können Hämorrhoiden sehr schmerzhaft werden und üblicherweise wieder hervor vorspringen, nachdem sie von Hand zurück gedrückt wurden.

Hämorrhoiden – Die Risikogruppen

Eine der größten Risikogruppen für Hämorrhoiden sind übergewichtige (fettleibige) Menschen. Menschen, die zu viel Gewicht mit sich herumtragen, üben viel mehr Druck auf ihre Beckengegend aus, als schlanke Menschen.

Beim Hinsetzen konzentriert sich das ganze Gewicht von fettleibigen Menschen auf die After-Gegend. Durch diesen Druck kann die Blutzirkulation in dieser Gegend beeinträchtigt werden. Auch falsche Ernährung, beispielsweise das Zuführen von zu wenigen Ballaststoffen kann zu Hämorrhoiden führen, weshalb auch Menschen mit einer ungesunden Ernährungsweise ebenfalls zu den Risikogruppen zählen.

Ballaststoffe sind extrem wichtig für den Stoffwechsel, sie erleichtern den Stuhlgang und verhindern Verstopfung. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann also den Druck beim Stuhlgang vermindern, so dass die Venen nicht übermäßig strapaziert werden. Auch ältere Menschen zwischen 45 und 60 Jahren zählen zu den Personengruppen, bei denen Hämorrhoiden deutlich häufiger vorkommen. Auch bei schwangeren Frauen (besonders ab dem 6. Monat) oder Menschen mit einem schwachen Bindegewebe können vermehrt Hämorrhoiden auftreten.

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